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TU Berlin

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Korrosionshemmung in Betonsandwichwänden durch nachträgliche Wärmedämmung (Dr.-Ing. H. Marquardt)

(Berichte aus dem Konstruktiven Ingenieurbau TU Berlin Heft 14 1992)

 

Zusammenfassung

 

Hochbauten aus Stahlbetonsandwichkonstruktionen zeigen häufig Schäden durch Bewehrungskorrosion in den äußeren, karbonatisierten Schichten der Außenwände. Die Instandsetzung der Wände nach dem heutigen Stand der Technik ist aufgrund der Vielzahl der erforderlichen Arbeitsschritte fehleranfällig und teuer.

 

Mit Hilfe rechnerischer Betrachtungen kann gezeigt werden, daß durch Aufbringen geeigneter Wärmedämmsysteme die ursprüngliche Betonsandwichwand dauerhaft so trocken gehalten werden kann, daß auch ohne konventionelle Betoninstandsetzung eine fortschreitende Korrosion der Bewehrung vermieden wird. Zur Bestätigung dieser Berechnungen wurden experimentelle Untersuchungen geführt, und zwar einerseits Feuchte- und Temperaturmessungen in nachträglich gedämmten Betonsandwichwänden von Wohngebäuden und andererseits Laboruntersuchungen zum Korrosionsverhalten von Betonstahl in karbonatisiertem Beton bei verschiedenen Gleichgewichts-Luftfeuchten. Zur weiteren Absicherung der so gewonnenen Ergebnisse wurden zusätzlich Betonstahlproben hinter Wärmedämmsystemen nach längerer Zeit auf Korrosion untersucht.

 

Es wurde festgestellt, daß durch Aufbringen einer zusätzlichen äußeren Wärmedämmung auf Stahlbetonaußenwände von Wohn- und Bürogebäuden die Bewehrungskorrosion gehemmt werden kann. Darüberhinaus wird der Wärmeschutz der Gebäude deutlich verbessert. d.h. durch nachträgliche Außendämmung von Betonsandwichwänden kann kostengünstig in einem Zuge eine erforderliche Betoninstandsetzung und eine wirkungsvolle Energiesparmaßnahme durchgeführt werden.

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